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Stand der Erschließungarbeiten „Unter dem Schloss"
Mit widrigen Umständen hatte in der vergangenen Woche die Firma Joos im künftigen Wohngebiet zu kämpfen. Die starken Regenfälle vom Wochenende und vom Wochenanfang haben die geräumten Freiflächen teilweise in eine Schlammlandschaft verwandelt. Auch im Bereich Michaelsberger Weg / Rosenberg holte man sich beim Passieren schmutzige Schuhe. Dennoch konnten Fortschritte bei der Erschließung erzielt werden. In den Michaelsberger Weg konnte der Abwasserkanal weiter verlegt werden und im Kreuzungsbereich zum Rosenberg wurde der Schacht für den Wasserhydranten gesetzt.
Im Wohngebiet selbst kann der aufmerksame Betrachter den Verlauf der künftigen Straßen schon entdecken. Auf der nachfolgenden Aufnahme beispielsweise markieren die Holzpflöcke den Verlauf der Graf-Stadion-Straße zwischen der Kurmainzstraße und der Magenheimer Straße. Der Fotostandpunkt befindet sich im Bereich der künftigen Kreuzung zwischen Kurmainzstraße und Graf-Stadion-Straße.
Zur besseren Orientierung dient der nachstehende Plan:
Bei Großbaumaßnahmen vergisst man recht schnell den alten Zustand. Ein gutes Beispiel ist der Kreisverkehr in der Ortsmitte, an den man sich rasch gewöhnt hat und aufgrund dessen man die alten Verhältnisse beinahe schon vergessen hat. Dank zahlreicher Dokumentationsaufnahmen können wir regelmäßige Bildvergleiche zwischen altem und aktuellem Zustand des Gebietes liefern. Unser heutiger Bildvergleich geht in das Jahr 2005 zurück und zeigt den Michaelsberger Weg an ungefähr der Stelle, an der momentan die Kanalverlegearbeiten erfolgen.
Aus Anfragen und verschiedenen Gesprächen war zu erkennen, dass noch nicht allgemein bekannt ist, wie die organisatorischen und Eigentums-Verhältnisse auf der Großbaustelle Nr. 1 aussehen. Daher hier nochmals die wichtigsten Eckpunkte:
Eigentümer des ehemaligen Werksgeländes ist die Dr. Eisele Planungs- und Projektentwicklungsgesellschaft mbH (PPE). Diese hat das Werksgelände von der ehemaligen Firma Buck erworben. Nicht von der PPE erworben wurde das Gelände des Bunkers auf der Westseite des südlichen Endes des Michaelsberger Wegs. Daher fanden dort auch keine Abriss- und Erschließungsarbeiten statt. Die PPE verkauft die neuen Wohnbauflächen an die Interessenten. Die Gemeinde selbst besitzt keine Bauplätze im künftigen Gebiet. Die Erschließungsarbeiten wurden von der PPE an die tätigen Firmen (z.B. Firma Joos) direkt vergeben, die Gemeinde ist nicht Auftraggeberin. Dafür hat die Gemeinde mit der PPE einen so genannten städtebaulichen Vertrag abgeschlossen. In diesem ist geregelt, welche Erschließungsarbeiten die PPE für die Gemeinde durchführt und wie diese gestaltet werden sollen. Die PPE tritt somit als klassicher Erschließungsträger auf, der die Straßen, Wege und Ver- und Entsorgungsanlagen nach Vorgabe der Kommune errichtet und nach Fertigstellung an die Gemeinde überträgt. Die Besonderheit im konkreten Fall (z.B. im Gegensatz zur damaligen Erschließung des Klepperbergs) ist, dass die PPE auch Grundstückseigentümerin der zu erschließenden Flächen ist und diese Flächen Zug um Zug verkauft.
Parkplätze im Ortskern - Gefühlte oder echte Mangelware ?
Spricht man über die Parkplatzsituation im Ortskern von Cleebronn, so hört man häufig, dass es nicht genug öffentliche Parkplätze gäbe. Grund genug, dieser Meinung nachzugehen und den Bestand an öffentlichen Stellplätzen zu erheben. Das Ergebnis war überraschend: Im engeren Ortskern von Cleebronn - hier ist das Gebiet zwischen Rotbühlstraße - Schulstraße - Brückenstraße - Keltergasse und Wilhelm-Fischer-Straße gemeint - gibt es insgesamt 94 öffentliche Parkplätze. Nicht mitgezählt sind dabei die Parkplätze um und hinter der Alten Kelter sowie die Stellplätze auf den öffentlichen Straßen.
Diese Zahl überrascht sicher viele. Wenn man aber einzelne Zahlen betrachtet, wird sie nachvollziehbarer: Alleine auf dem Hirschplatz gibt es 13 Stellplätze, im Gerichtshof 12. Unter der Kirche stehen 18 Plätze zur Verfügung, zwischen Kreisverkehr und Brückenstraße sind es 19. Hinzu kommen weitere Stellplätze z.B. an der Wilhelm-Fischer-Straße, der Backhausgasse und an anderen Stellen.
Ein anderes Thema ist aber die Belegung der Stellplätze durch Dauerparker. Wenn Stellplätze dauerhaft von Anwohnern genutzt werden - z.B. statt einer eigenen Garage - so wird die Zahl der zur Verfügung stehenden Parkplätze natürlich deutlich eingeschränkt. Dieses Problem ist wiederum nur durch eine Parkzeitbeschränkung eindämmbar. Am Backhaus stehen vier und am Traubenplatz fünf solcher Kurzzeitparkplätze zur Verfügung. Diese wurden eigentlich bewusst für die Nutzer der örtlichen Einkaufsmöglichkeiten eingerichtet. Leider muss beobachtet werden, dass auch diese Parkplätze zunehmend von Dauerparkern belegt werden. Da die Gemeinde keinen Gemeindevollzugsdienst hat, kann hier leider nicht regelmäßig kontrolliert und ggf. verwarnt werden. Von einem grundsätzlichen Stellplatzmangel kann aber in Cleebronns Ortsmitte sicher nicht die Rede sein.
Aufnahmen durch "Google Street View"
Artikel vom 12.08.2010
Bürger haben die Möglichkeit ihre Privatsphäre zu schützen. Wenn jemand nicht will, dass Bilder des eigenen Grundstückes, Hauses oder der eigenen Wohnung bei google street view eingestellt werden, muss der Nutzung jedoch aktiv widersprochen werden. Dieser Widerspruch sollte bis Mitte September 2010 abgeschickt sein.
Sie können das angehängte Musterformular ausfüllen und an google Deutschland schicken, faxen oder mailen. Google will Street view bis Ende des Jahres in Deutschland einführen und seinen Kartendienst damit um Bilder der Straßenzüge erweitern. Dazu fotografiert Google mit Hilfe von Fahrzeugen mit 3D-Kameras den Straßenraum von Städten und Gemeinden. Ein Widerspruch gegen die Nutzung der so gewonnen Daten können nur die direkt Betroffenen einlegen - also die Bewohner oder Besitzer der fotografierten Häuser. Staatliche Stellen können die Fotofahrten und die Verwendung der Daten nicht untersagen. Näheres erfahren Sie auch unter: www.google.de/streetview
Formular zum Widerspruch gegen "Google Street View"
